Deutsch-Türkische Kooperation – Biologischer Landbau

Das Projekt Deutsch Türkische Zusammenarbeit Ökologische Landwirtschaft endete am 31.12.1016. Wir möchten uns ganz herzlich bei unserer Partnern und den türkischen Akteuren für die ausgezeichnete Zusammenarbeit bedanken, die entscheidend war für den Erfolg des Projekts. Ein besonderer Dank gilt dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und der GFA für ihre Unterstützung.

Bilaterales Kooperationsprojekt (Projektnummer TUR 11-01)

Das Projekt

Die Türkei ist ein wichtiges Herkunftsland für den Ökomarkt in der EU und insbesondere in Deutschland. Sie hat eine eigene Öko-Gesetzgebung, die mit der EU-Verordnung VO 834/2007 weitgehend harmonisiert ist. Zu den Hauptexportprodukten der Türkei in ökologischer Qualität zählen Nüsse und Trockenfrüchte wie Rosinen, Aprikosen und Feigen.

Allerdings beeinträchtigen Qualitätsprobleme, wie beispielsweise Pestizidrückstände, die Handelsbeziehungen, sodass die Türkei ihr großes Produktions- und Handelspotenzial bisher noch nicht vollständig ausschöpft. Dies betrifft die gesamte Wertschöpfungskette: in Erzeugerbetrieben, beim Nachernteverfahren, bei der Vorerfassung, der Verarbeitung sowie bei dem Transport der Waren.

Projektziele und Aktionsbereiche

Das Kooperationsprojekt verfolgt das Ziel, den ökologischen Landbau in der Türkei und die Exportmöglichkeiten von Bioprodukten für den europäischen Markt zu stärken. Dazu soll bei den Verantwortlichen und durchführenden Personen mit Unterstützung des türkischen Ministeriums für Lebensmittel, Landwirtschaft und Tierhaltung das notwendige Wissen für eine nachhaltige Qualitätssicherung vermittelt werden. Damit entsteht die Grundlage für eine sichere und nachhaltige Entwicklung des Exportmarktes für türkische Bioprodukte.

Aktionsbereiche:

  • Verbesserung des Know-hows von Landwirten, Verarbeitern,Importeuren, Exporteuren, Inspektoren und Laborbeschäftigten bezüglich der Produktionsrichtlinien, des Qualitätsmanagements und der Rückverfolgbarkeit
  • Veranstaltungen und Maßnahmen zum Wissenstransfer mit Akteuren auf allen Handelsebenen
  • Aufbau eines türkeiweiten Netzwerkes von Demonstrationsbetrieben
  • Durchführung von Workshops zu Fachthemen
  • Entwicklung und Angebot eines Ausbildungslehrgangs für Ökoberater
  • Festigung der Zusammenarbeit zwischen türkischen und deutschen Akteuren aus Politik und Wirtschaft
  • Förderung des Informationsaustausches auf nationaler Ebene sowie zwischen türkischen und deutschen Akteuren

Projektpartner und Kooperationen

Partner des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ist das türkische Ministerium für Lebensmittel, Landwirtschaft und Tierhaltung. Mit der Projektdurchführung wurde das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) beauftragt. Die enge Verzahnung verschiedener Forschungsgebiete und der rasche Wissenstransfer von der Forschung zur Beratung und in die Praxis sind die Stärken des FiBL.

Die Umsetzung des Projektes erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem operativen Projektträger, dem türkischen Dachverband der ökologischen Landwirtschaft (ETO) in Izmir, bei dem auch das Projektsekretariat angesiedelt ist. Gemeinsam soll die Zusammenarbeit aller Marktpartner der Ökobranche intensiviert sowie ein entsprechendes Aus- und Weiterbildungsangebot geschaffen werden.

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